Jagdliches Arbeiten
 


 

Der Retriever ist eigentlich der geborne Apportierhund, wie sein Name schon sagt. To retrieve bedeutet nichts anderes als zurückbringen. Der Hund sollte den Jäger ruhig bei Fuss gehen durchs Revier begleiten und erst auf Kommando hin, das Wild apportieren. Fällt ein Schuss, wird er losgeschickt um totes oder auch verletztes Wild zurückzubringen, wobei er sich nicht durch lebende Fasane, Enten, Hasen etc. ablenken lassen. Diese sollte er weitmöglichst ignorieren. Auch sollte er auf direktem Weg zum Tier hinlaufen und es genau so direkt zu bringen. Rennt er wie ein Irrer durchs Unterholz oder Feld, scheucht er womöglich weitere Tiere auf, die dann nicht geschossen werden können. Da die Ausbildung zum sicheren Jagdbegleiter ein langer Weg ist, benutzt man im Training so genannte Wild-Attrappen (Dummy)

Solche Dummies sind ca 50 x 10 cm gross und wiegen 500 g. Er ist schwimmt und kann somit auch für die Uebungen im und auf dem Wasser eingesetzt werden. Die Dummyarbeit ist für den Retriever eine wertvolle und wunderbare Beschäftigungsmöglichkeit. Voraussetzung dafür ist sicher eine gute Grundausbildung, die vor allem ein zuverlässiges Apportieren und einen guten Gehorsam erfordert. Natürlich sollte der Hund auch grosse Freude am Arbeiten mit dem Führer mitbringen. Ist diese Art von Arbeit (wie viele anderen auch) eine TEAM-ARBEIT! Bringt man einiges an Geduld und Zeit mit, ist dies ein tolles Hobby mit dem Hund!


Man kann auch mit dem Dummy liegen.

Als Jaya gute 9 Monate alt war, besuchte ich mit ihr das erste Mal ein Dummytraining. Jagdliches Arbeiten ist sehr zeitintensiv und meine Prio 1 damals war das Agility. Ich musste mich entscheiden. Dummy oder Agility. Ich ging dann Richtung Agility und kehrte aber nach 3 Jahren Pause wieder zu diesem tollen Sport zurück. Nach anfänglichen Schwierigkeiten gewann Jaya immer mehr Vertrauen in mich und meistert die Aufgaben mit grosser Freude und schnellem Arbeitseifer. Ich finde das jagdliche Arbeiten einen genialen Ausgleich zum Agility. Und wenn ich sehe, wie gross die Freude meiner Hund bei dieser Arbeit ist, da geb ich gerne meine freien Nachmittage dafür her.


Jnine mit 14 Wochen

Mit Jnine habe ich natürlich auch gleich mit der Dummyarbeit angefangen. Zuerst nur kleine Halteübungen und dann zwischendurch nur das Zurückbringen. Da war es mir egal ob Dummy oder Spielzeug, Hauptsache Jnine kam mit dem Toy zu mir zurück. Eine Dummygruppe zu finden ist nicht ganz einfach und dann noch eine für Junghunde... fast unmöglich. Leider wohnt die Züchterin von Jnine 4 Autostunden von mir entfernt und so war es mir nicht möglich regelmässig zu ihr zu fahren. Vieles habe ich alleine geübt mit Rückfragen zur Züchterin, via Retrieverforum. Wenn Jaya dann wegen Läufigkeit unpässlich ist  für´s Training, kommt Jnine dann jeweils in den Genuss.

 

 

Dummytraining – Wie und wo?
Eine genaue Anleitung zur Ausbildung mit dem Dummy, würde glaub den Rahmen meiner Homepage sprengen. Es gibt so viele Bücher, die über dieses Thema geschrieben wurden. Einige davon habe ich zu einer Uebersicht in der Infothek zusammengestellt. Einzelne Trainingsfragen beantworte ich sehr gerne oder auch bei Problemen bin ich bereit, Auskunft und mein Wissen weiter zu geben. Wer in einer Gruppe trainieren möchte, auch dem kann ich weiterhelfen. Inzwischen gibt es einige  Trainingsmöglichkeiten in einer Gruppe.

 
Eine kleine Auswahl an Aufgabenstellungen findet Ihr hier: Aufgaben